Mit dem Eifelverein unterwegs

Die erste

 „Mit dem Eifelverein Bad Münstereifel unterwegs Tour“

konnte als voller Erfolg und gleichzeitig als Abenteuertour verbucht werden. Ein Besuch im Kölner Karnevalsmuseum war angesagt und der Funke der Begeisterung mit der Petra Lentes-Meyer die Gruppe durch das Museum führte sprang schnell über. In den ehemaligen Hallen der Heizungsfirma Buderus wurde 2005 das Museum, mit einer Gesamtfläche von 1.400 qm eröffnet. Der Rundgang durch die Hallen, in einem Teil werden auch die großen Mottowagen für den Rosenmontagszug gebaut und über 16.000 Kostüme für die Zugteilnehmer aufbewahrt, lässt jedem „Karnevalsjeck“ das Herz aufgehen. Das Museum zeigt den Karneval von der Antike über das Mittelalter, die Barock- und Franzosenzeit, den romantischen Karneval, die Kaiserzeit, die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus und geht über die Nachkriegszeit bis in die Neuzeit. Neben dem goldenen Delphinwagen in dem 1823 der „Held Karneval“, im ersten Rosenmontagszug der immer um den Neumarkt ging, gefeiert wurde,  steht auch die „Butt-Bütt“ aus der Rosa Sitzung parat. Aus dem Held Karneval wurde erst viele Jahre später der Prinz Karneval und ihm wurden dann 1883 Bauer und Jungfrau zur Seite gestellt.

Phantastisch anzusehen sind die vielen, bunten bleiverglasten Fenster, die Karnevalsbräuche darstellen. Vielfältig ist das mit großen Fleiß archivierte Material. Es umfasst insgesamt 1.111 farbige Motive auf  555 Bildträgern und in 33 Vitrinen zahlreiche Fotos, Dokumente und ca. 6.000 Orden. Wertvolle Lappenclowns aus Porzellan und kunstvolle Einzelstücke an Orden, sowie das „Goldene Protokollbuch“ des „Festordnenden Comitees“ von 1827 brachten die Gruppe zum Staunen. Von liberaler Gesinnung zeugt die Sammlung der Narrenkappen, die „Fastelovendsmötze“: „Gleiche Brüder, gleiche Kappen!“ war damals die Forderung. Am Ende des Rundganges durch die  historische Sammlung schließt sich der Kreis mit einer besonderen Erlebnispräsentation, in Bild und Ton, zum Thema Straßenkarneval. Mit einem fröhlichen „Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien“ verließ die Gruppe das Museum um dann zwei Stunden später Opfer von „Kyrill“ zu werden.

Als man nämlich auf dem Deutzer Bahnhof ankam, war gerade der Zugverkehr wegen des Sturmes in ganz NRW eingestellt worden. Zunächst etwas ratlos, brachten aber einige Telefonate schnell die Lösung. Dirk Becker, vom Reisedienst Becker in Bad Münstereifel, erklärte sich trotz der widrigen Witterungsbedienungen bereit die Gruppe in Köln-Deutz abzuholen. Und so kamen sie dann gut zwei Stunden später als geplant, jedoch gut gelaunt -und Dirk Becker sehr dankbar- sicher zu Hause an.

Monika Schmitz

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