Notstall

Zehn Tage lang war der Standort des Notstalls in der Heisterbacher Straße verwaist, dann kehrte er frisch restauriert an seinen alten Platz zurück. Seit der letzten Restaurierung 1970, hatten Regen und Spritzwasser den beiden Schwellen arg zugesetzt und gefährdeten die Standsicherheit der historischen Vorrichtung aus dem 18. Jahrhundert. Auf Initiative des Eifelvereins hoben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs den Notstall Ende September auf einen LKW und transportierten ihn in eine Halle nach Kirchsahr. Dort wurde er von Schreinermeister Bernhard Ohlert, staatlich geprüfter Restaurator im Handwerk und Ludger Werr, Kassierer des Eifelvereins, zerlegt und gereinigt.

von l.n.r: Bernhard Ohlert, Prof. Dr. Dr. Hendrichs und Ludger Werr
von l.n.r: Bernhard Ohlert, Prof. Dr. Dr. Hendrichs und Ludger Werr

Die morschen Schwellen wurden in Absprache mit der Landeskonservatorin Dr. Herzog ersetzt und sämtliche Holznägel erneuert. Nach einem neuen Anstrich wurde der Notstall wieder in die Heisterbacher Strasse gebracht. An Ort und Stelle wurden neue Dachsparren eingepasst und verbrettert. Zum Schluss wurde Dachpappe als Untergrund für den neuen Schiefer und als vorläufige Dacheindeckung aufgebracht. Ludger Werr und Bernhard Ohlert haben zusammen etwa 60 ehrenamtliche Arbeitsstunden für die Restaurierung geleistet. Inzwischen wurde auch das Dach fertig gestellt. Die Schieferarbeiten wurden von Fa. Moeckel aus Iversheim ausgeführt. Einige ältere Münstereifler können sich erinnern, dass noch nach dem zweiten Weltkrieg Pferde und Ochsen in diesem Notstall beschlagen wurden.

Elisabeth Hintzen

 

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