Kriminalhaus in Hillesheim

Im Kriminalhaus in Hillesheim
Im Kriminalhaus in Hillesheim

Die letzte Busfahrt in 2008  mit der Eifelverein Ortsgruppe Bad Münstereifel, war ein voller Erfolg. Es ging zum Kriminalhaus in Hillesheim. 30 Krimi-Interessierte machten sich auf den Weg , um zunächst im „Cafe Sherlock“ gemütlich den „Schwarzen Tod“ (Kaffee), 5-Uhr-Tod (Tee) oder den Killer-Kakao mit hausgemachtem, leckeren Kuchen zu genießen. Allein die Atmosphäre im Cafe lohnte den Besuch.  Mobiliar, das alten Kriminalfilmen entnommen scheint,  Wände mit Filmplakaten von  Edgar Wallace- und Miss Marple-Filmen dekoriert, in Tischvitrinen ausgestelltes „Mordzubehör“ und lebensgroße Figuren von Sherlock Holmes und Dr. Watson ließen die Besucher staunen. Untermalt wurde die Kaffeestunde von bekannten  Kriminalfilm-Erkennungsmelodien. Die Buchhandlung „Lesezeichen“ mit ihrem Krimikabinett, gehört ebenso mit ins Kriminalhaus wie das „Deutsche Krimi Archiv“ in dem über 30.000 deutsche Kriminalromane zu sehen und zu lesen sind,. In der Buchhandlung wurde die Gruppe zunächst von Monika Kramp, der Ehefrau des Kriminalautors Ralf Kramp begrüßt. In einer kurzen Einführung berichtete sie, dass  ihr Mann und sie sich einen  Traum  mit der Einrichtung des Kriminalhauses erfüllt hätten. Dass sie gerade in der Planungszeit die umfangreiche Krimisammlung übernehmen konnten, habe wunderbar in ihr Konzept gepasst. Seit dem 19.09.2007 seien nun die bereits erwähnten Institutionen und der KBV-Verlag ihres Mannes unter einem Dach vereint. Dass in der Buchhandlung insbesondere Eifelkrimis angeboten werden, versteht sich von selbst. Über eine seltsam gewundene Treppe ging es nach oben  ins Kriminalarchiv: Zwei Räume bis unter die Decke mit Regalen bestückt,  prall mit Kriminalromanen gefüllt . Gemütliche rote Plüschsofas und urige Stehlampen verbreiteten eine heimelige Stimmung. Genau die Richtige, um Ralf Kramp bei seiner Lesung zu lauschen, vor Spannung zu zittern und auch herzlich zu lachen. Mit einer Kriminalerzählung in Reimform begann er. Und dann hörten die Gäste von einem seltsamen Fisch und Margret, die immer „alles kommt wieder“ sagte, von einem Waldarbeiter, der keine „Zwei- und Dreizeiler“ mochte und von einer Erbengemeinschaft , die stocksauer auf den Erblasser war. Natürlich hatte jede Geschichte etwas mit Morden zu tun und Ralf Kramp bewies, dass er nicht nur als Autor zu den Besten zählt, sondern auch ein Meister der Vorlesekunst ist. Kurzum, es war toll und viele werden mit strahlenden Augen an diesen Nachmittag zurückdenken.

 

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