Der Forststeig im Elbsandstein

Diese in Mitteleuropa einzigartige Trekkingroute durch die Felsen und Wälder der sächsischen und böhmischen Schweiz ist Herausforderung und Genuss für Naturliebhaber. Eigentlich wurde sie konzipiert für Trekkingwanderer, die mit ihrer Ausrüstung eine Woche im Einklang mit der Natur leben möchten und die normalerweise wesentlicher jünger sind als wir Senioren. Trotzdem nahmen wir die Herausforderung an und wurden durch eine wunderschöne Wanderwoche belohnt.

Ausblick vom Zschirnstein
Ausblick vom Zschirnstein
Info zum Forststeig
Info zum Forststeig
Ausblick zum Lilienstein
Blick auf den Lilienstein
Pilze, Pilze, Pilze
Pilze, Pilze, Pilze

Das Projekt „Forststeig Elbsandstein“ soll den Menschen die Natur näher bringen. Die Trekkingroute ermöglicht es den Besuchern in den Monaten April bis Oktober mehrere Tage durch die Wälder an der Grenze der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik zu wandern. Auf der deutschen Seite gibt es die Möglichkeit, in Trekkinghütten und auf Biwakplätzen des Sachsenforst sowie bei touristischen Partnern zu übernachten. Auf der tschechischen Seite liegt ein öffentlicher Campingplatz direkt an der Route.
Der Forststeig ist anspruchsvoll und nur für geübte und trittsichere Wanderer zu empfehlen. Er führt über 100 km in 7 Etappen linkselbisch durch einzigartige Landschaften der sächsisch-böhmischen Nationalparkregion, die für ihre weiträumigen zusammenhängenden Wäldern, bizarren Felsformationen und mächtige Tafelberge bekannt ist.

www.forststeig.de

Zschirnsteinbiwak
Zschirnsteinbiwak
An der Rotsteinhütte
An der Rotsteinhütte
Spitzsteinbiwak
Spitzsteinbiwak

Da wir es etwas bequemer angehen wollten, haben wir in einem Landhotel übernachtet und die einzelnen Tagestouren entsprechend gestaltet. Besten Dank dem Heidekrug Cotta für die nette Unterbringung. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln und einem Taxibus haben wir 7 Wanderer die Startpunkte der einzelnen Strecken erreicht und diese schönen Wege in 5 Tagen erwandert. Selbst wenn ich einige Wanderwege schon kannte, kam es immer wieder zu Überraschungen. Teilweise führte der Weg über Pfade, die eigentlich Bergsteigern vorbehalten sind. Auch die Wege an der Grenze zwischen beiden Ländern folgten Pfaden, die durch Blaubeeren, Farne, Felsen und Wälder führte. Auf dem Weg und in den Wäldern fanden wir auch massenhaft Pilze. Mit manchen Pilzsammlern kamen wir ins Gespräch und waren erstaunt über die schönen Pilzsorten, wie Steinpilz, Braunkappe und Birkenpilz. Jetzt wissen wir wie man Pilze einlegt!

Hanni im Farn
Hanni im Farn
Aufstieg
Aufstieg
In der Falkenschlucht
In der Falkenschlucht
Im Himmelreich
Im Himmelreich
In den Tisaer Wänden
In den Tisaer Wänden
Ulrike unter dem Rotstein
Ulrike unter dem Rotstein

An der linken Seite der Elbe liegen viele Tafelberge wie die Festung Königstein, der Quirl, der Pfaffenstein, der Pabststein, der Gorischstein, der große und der kleine Zschirnstein und der Hohe Schneeberg, mit 722 Metern der höchste Gipfel. Viele Felsformationen brachten uns bei den Aufstiegen arg ins Schwitzen. Steil ging es die Felsen hinauf und hinab, und am Wege lagen viele kleine und große Highlights. So boten die Tisaer Wände und das Labyrinth wunderschöne Wege durch bizarre Felsen. Auch kleinere Gipfel, wie der Katzstein, der Spitzstein, der Bernhardstein und die Grenzplatte boten uns herrliche Aussichten. Die viele Klettergipfel lassen Bergsteiger schwärmen. Wer ist schon mal bei einer Wanderung durch die Hölle und das Himmelreich gegangen?

Auf dem Hohen Schneeberg
Auf dem Hohen Schneeberg
Tisaer Wände
Tisaer Wände
Ausblicke
Ausblicke
Abstieg vom Gorischstein
Abstieg vom Gorischstein

Bei den Wegen durch das Labyrinth, die Tisaer Wände und manchen Passagen musste man schon mal auf allen vieren kriechen oder der Durchlass war so schmal, dass man sich durchquetschen musste. Dunkle und schmale Schluchten, mit Trittgittern und Leitern boten Abwechslung für die Wege durch die Felsen. Bezaubernd waren die Aussichten von den Gipfeln in das Elbsandsteingebirge (auch Sächsische Schweiz oder Böhmische Schweiz genannt). Bei guter Fernsicht sind sogar die Lausche im Zittauer Gebirge, der Jested bei Liberec und die Gipfel des Erzgebirges zu sehen.

Prag
Prag
Blick von der Moldaubrücke
Blick von der Moldaubrücke

Ein „Ruhetag“ zwischendurch führte uns nach Prag. Nach unseren einsamen Wanderungen war der Trubel mit der Touristenhochburg schon anstrengend, es war aber trotzdem schön, diese wunderbare Stadt zu erleben. Man könnte tagelang durch die Stadt ziehen und immer etwas Neues und Schönes entdecken. Natürlich bekamen wir in der kurzen Zeit nur einen kleinen Eindruck von Prag, aber es war schon ein kulturelles Erlebnis.

Im Bielatal

Während der Wanderwoche hatten wir einige Biwakhütten auf der Strecke inspiziert und einige von uns spielten mit dem Gedanken, mal eine Trekkingtour durch die Berge vorzunehmen. Wie wäre es, mit Schlafsack, Isomatte, Kocher usw. wie die Jungen durch das Gebirge zu ziehen? Ob wir uns dann wieder jung fühlen würden? Mal sehen…

Im inneren der Hütte
Auf dem Felsenband
Ein letzter Gipfel am letzten Wandertag

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3 Gedanken zu “Der Forststeig im Elbsandstein”

  1. Sehr beeindruckend diese Region und die gesamte Tour. Vielen Dank Rolf New, dass du für die Ortsgruppe mal wieder eine klasse Wanderwoche organisiert hast. Obwohl ich nicht dabei war, nur den bebilderten Bericht sehe und einige Reaktionen hörte, habe ich nur pure Begeisterung vernommen. Das spricht für sich und dich!

  2. Eigentlich sagen der Bericht und die schönen Bilder schon alles. Soll man meinen. Aber :
    Weder Bilder noch Bericht können die Schönheiten dieser Wandertour ausreichend zeigen und beschreiben.
    Obwohl ich im Laufe der Jahre etliche km mit dem Eifelverein Bad Münstereifel auf wirklich beeindruckenden Strecken unterwegs war, habe ich solch eine überwältigend schöne Natur, die wir auf überwiegend einsamen Pfaden durchwandert haben, noch nicht erlebt.

    Dank an unserem Wanderleiter Rolf, der diese Strecke ausgesucht und uns sicher geführt hat.

    Hanni Schwirner

  3. Hier hat sich eine Seite des Eifelvereins in der Berichterstattung so richtig viel Mühe gemacht einen tollen Bericht, von einer großartigen Tour zu beschreiben. Vielen Dank für diesen beispielhaften Beitrag. Ich muss den jetzt dringend nochmal bei Facebook teilen.

    Viele liebe Grüße
    Elke

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